(Michael) Und schließlich zum heutigen Rundbrief-Top-Produkt: Die CD-Aufbewahrer von Discgear, den mir Angelika mal geschenkt hat. Weil ich ja bekanntlich lieber hungern als ohne Musik leben wollte, sammelt sich bei mir schon mal die ein oder andere CD an. Die kleinen Plexiglaskästen (sogenannte Jewel-Cases), in denen CDs heutzutage verkauft werden, schmeiße ich immer sofort weg, das ist die unnützeste Erfindung seit dem knickbaren Strohhalm. Hübe ich die alle auf, wäre meine CD-Sammlung höher als das Bank-of-America-Gebäude in San Francisco. Vielmehr nutze ich die futuristisch aussehende Boxen von der Firma Discgear, die nur etwa 30cm breit sind und in denen 80 CDs Platz finden (neuerdings gibt's sogar welche mit 100!). Ein wohltuende Alternative zu den 300-Mark-aber-es-gehen-nur-60-CDs-rein-Ständer aus den Yuppie-Läden. Damit man die CDs auch wieder rauskriegt, ist auf der Vorderseite der Box ein Schieber, den man auf eine Nummer zwischen 1 und 80 stellt. Öffnet man anschließend den Deckel, schnalzt genau die ausgewählte CD hoch und man kann sie mühelos mit den Fingern entnehmen und in den CD-Spieler einlegen. Andererseits klebt auf jeder CD ein kleiner Aufkleber, auf dem steht, in welchen Kasten und an welche Stelle das Scheiberl gehört, falls mal wieder 20 CDs in der Wohnung herumliegen, weil man zu faul war, sie zurück in den Kasten zustellen.
Aber das ist nicht alles: Vorne auf dem Kasten bringt man ein Inhaltsverzeichnis an, das jeder Nummer einen Titel und einen Interpreten zuordnet. Die Software allerdings, die Discgear mitliefert, ist leicht müllig und nicht zu empfehlen. Da ich aber vom Fach bin, geht's natürlich noch weiter: Auf meiner Webseite gibt's ein Programm, das nach einem eingegebenen Stichwort sucht (zum Beispiel "Red Hot Chili Peppers") und mir daraufhin angibt, in welchen meiner Discgear-Kästen auf welchen Positionen CDs von dieser Gruppe stehen. Wer will, dem schicke ich gerne das kleine Perl-Programm. Und in meiner monatlichen Kolumne für's deutsche Linux-Magazin, die ich seit fast fünf Jahren schreibe, habe ich in der März-Ausgabe ein kleines Programm zur Beschriftung des Kastens vorgestellt (http://www.linux-magazin.de/ausgabe/2002/03/perl/perl.htm). Den Discgear-Aufbewahrer gibt's auf www.discgear.com, nicht ganz billig, aber sehr praktisch. Treibt die Yuppieläden in den Ruin!