06.09.2011 Deutsch English

Kajaktour in den Broken Islands

Abbildung [1]: Wohl einer der besten Kajakfahrer der Welt auf der Jagd nach der Goldmedaille.

Michael Um die Tier- und Pflanzenwelt der sogenannten "Broken Islands" in der Bucht südlich von Tofino zu erkunden, buchten wir eine geführte Ganztages-Kajaktour. In der Früh um acht fuhren wir in einem kleinen Zubringerboot mit aufgeschnallten Kajaks zu der Inselgruppe, um dort an einem Sandstrand Proviant in die Kajaks zu packen, die Ausrüstung anzulegen und loszupaddeln.

Abbildung [2]: Angelika auf dem Kajak-Zubringerboot.

Ich saß hinten im Kajak, dort paddelt man gleichzeitig mit den Händen und bedient das Ruder mit den Füßen. Von 10 Uhr früh bis in den späten Nachmittag hinein fuhren wir von Insel zu Insel, teilweise in leichtem Nieselregen und, als mal eine halbe Stunde etwas Wind aufkam, durch ganz schön anstrengende Wellen.

Abbildung [3]: Der Kajakführer hilft Angelika beim Anlegen der Montur.

Insgesamt fuhren drei Boote, außer uns war noch ein weiteres Paar aus Portland dabei, ebenfalls im Doppelkajak, und der Kajakführer fuhr in seinem eigenen Kajak. Die anderen Teilnehmer waren Wildwasserfahrer und wir mussten uns ziemlich reinhängen, um mitzuhalten. Ich hatte am Abend sogar eine dicke Blase am Daumen! "Kajak-Blisters" nennt man die angeblich, der Kajakführer hatte an der selben Stelle dicke Schrunden.

Abbildung [4]: Zwischen den Inseln der Gruppe "Broken Islands" schippert unser Kajak umher.

Einmal sauste ein schweres Motorboot durch die Bucht und löste eine etwa 1m hohe, behäbige, von mir so genannte "Tsunami" aus, die sich langsam dem Kajak näherte und wir paddelten schnell, um das Boot in die gleiche Richtung zu drehen. Zum Glück hatte uns der Kajakführer das vorher gesagt, sonst hätten wir wohl ein kaltes Bad genommen. Kommt angeblich etwa zweimal im Jahr vor, sagte der Kajakführer, und er muss die Leute dann immer rausziehen, denn als Tourist kann man noch keine Eskimo-Rolle.

Abbildung [5]: Der Kajakführer hat zwei Seesterne ins Boot geholt.

Der erstaunliche Kajakführer, ein Weltenbummler, der lange Zeit in Neuseeland verbracht hatte, erzählte stundenlang während der Fahrt Geschichten und erklärte jeden Baum und jeden Strauch. Wir sahen dies und jenes Getier, einen Adler, eine Robbe, ein paar Seesterne, allerdings blieben wegen des schlechten Wetters spektakuläre Sichtungen aus.

Abbildung [6]: Ein Buckelwal geht auf Tiefgang.

Bei einer Tour ein paar Wochen voher war ein Buckelwal einem Kajak zu nahe gekommen und die Kajak-Touristen waren beinahe vor Schreck gekentert und ins Wasser geplumpst. Auf der Heimfahrt im Zubringerboot sahen wir dann doch noch einige Wale beim Herumplanschen, einen sogenannten "Humpback Wale" (Buckelwal), und einen Grauwal, die wir routiniert fotografierten.


 
 
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Letzte Änderung: 26-Nov-2012