15.02.2006 Deutsch English

Sterben in San Francisco

Grabsteine von Anno Tuck und Tobak
Grabsteine von Anno Tuck und Tobak

Angelika Aufmerksamen Touristen entgeht es in San Francisco sicher nicht, dass es dort kaum Friedhöfe gibt. Metropolen wie München warten hingegen mit altehrwürdigen Grabstätten in fast jedem Stadtteil auf. Das liegt daran, dass San Francisco seine Friedhöfe aus der Stadt verbannt hat. Schon 1900 verboten die Stadtväter, neue Friedhöfe innerhalb der Stadtgrenzen einzurichten, auf den damals noch zahlreich vorhandenen Friedhöfen neue Gräber auszuheben oder weitere Beerdigungen vorzunehmen. Durch den Goldrausch 1849 war die Bevölkerung in San Francisco nämlich dramatisch gewachsen und bebaubares Land über die Jahre zu kostbar geworden, um es für die Toten zu reservieren.

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San Francisco Ansichten: Bernal Heights

Bernal Heights: Hippie-Haus
Bernal Heights: Hippie-Haus

Michael In unserer Reihe "San Francisco Ansichten" ist heute die Althippiehochburg "Bernal Heights" dran. Es wird "Bernel Heiz" ausgesprochen. Der Name kommt von Don Jose Cornelio Bernal, einem Rancher, der 1839 das Gebiet des heutigen Bernal Heights zugesprochen bekam, um dort seine Kühe grasen zu lassen. Später, als die Stadt San Francisco zu wachsen begann, war Bernal Heights zunächst schwach besiedelt, bekam allerdings starken Zuwachs, als die auf stabilem Fels fundierende Gegend vom Erdbeben 1906 weitgehend verschont wurde.

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Zur Lage der Nation

Angelika mit ihrem Lieblingspräsidenten
Angelika mit ihrem Lieblingspräsidenten

Angelika Einmal im Jahr, üblicherweise im Januar, gibt der amtierende amerikanische Präsident im Kongress vor den Abgeordneten und Senatoren sowie einigen geladenen Gästen einen Lagebericht ab, den man "State of the Union" nennt. Ich habe darüber schon einmal zu Clintons Zeiten im Rundbrief 03/2000 geschrieben. Das Gleiche gilt übrigens auch für die jeweiligen "Governors" (= Ministerpräsidenten) der Bundesstaaten und Bürgermeister der Städte, nur heißen die Reden dann "State of the State" bzw. "State of the City".

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Müll

Drei Tonnen für Glas/Papier/Plastik, Normalmüll, und Kompost
Drei Tonnen für Glas/Papier/Plastik, Normalmüll, und Kompost

Unsere Besucher aus Deutschland wundern sich immer, dass auch in San Francisco recycelt wird. Amerika haftet einfach der Ruf des Verpackungswahns und der Wegwerfgesellschaft an. Und überwiegend stimmt das ja auch, so fortschrittlich wie die Deutschen recyclen die Amis noch lange nicht. Bei privaten größeren Festen finden es die meisten zum Beispiel immer noch ganz normal, von Papptellern und mit Plastikbesteck zu essen. Oder man denke nur daran, wieviel Papierkaffeetassen die Kaffeehauskette Starbucks täglich ausgibt.

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Wörter, die niemand kennt

Michael In der Reihe "Wörter, die niemand kennt", bringen wir englische Wörter, die auch die ausgebufftesten Englischsprecher nicht kennen, aber in Amerika jedes Kind. Wir garantieren, dass man damit sogar Englischlehrer am Gymnasium in den Wahnsinn treiben kann! Nutzt deshalb unsere Wörter fleißig in Schulaufsätzen! Heute: Wie heißt die Eisbearbeitungsmaschine für Eishallen? Ihr wisst schon, diese Riesenkärren auf vier Rädern mit einem Eishobel hintendran, der die Eisfläche in Stadien zwischen Eishockeyspielen oder Schlittschuhlaufveranstaltungen wieder schön glatt macht.

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Toppprodukt: Roomba

Der kleine Roomba huscht auf dem Teppich in meinem Arbeitszimmer herum.
Der kleine Roomba huscht auf dem Teppich in meinem Arbeitszimmer herum.

Niemand nimmt gerne den Staubsauger zur Hand. Das schwere Ding durch die Wohnung zu schieben und dann auch noch fünfmal auf jeder Fussel hin- und herzufahren, bis er sie endlich einsaugt -- das geht tierisch auf die Nerven.

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Die besten Klos der Innenstadt

Hervorragende Örtlichkeiten: Bed, Bath, and Beyond
Hervorragende Örtlichkeiten: Bed, Bath, and Beyond

Man kennt das ja: Man ist in der Innenstadt und muss aufs Klo. Restaurants und Cafes sehen es nicht gerne, wenn man einfach ihre Toiletten benutzt und machen es zum Teil sehr schwer, falls man nicht dort einkehrt. Aber wenn man sich auskennt, ist es relativ einfach, Etablissements ausfindig zu machen, die es einem erlauben, aufs Klo zu gehen, ohne irgendwelche Pseudoeinkäufe tätigen zu müssen.

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Mit Kündigung drohen

Die USA sind ja weltweit führend im Verkauf. Hier wird auf Teufel komm raus verkauft, und das mit den besten Methoden, die zum Teil sogar etwas fragwürdig sind, wenn man europäische Maßstäbe zugrunde legt.

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In-N-Out Burger

Imbissketten wie McDonald's, Burger King und Wendy's haben ja alle ihre Wurzeln in den USA. Da liegt die Frage nahe, wo's die besten Burger gibt. Ich muss hinzufügen, dass ich vielleicht einmal in drei Monaten einen Burger esse. Leider gibt es in unserem Stadtviertel keine einzige Burgerkette. Vor einigen Monaten war bei uns gegenüber eine Großbaustelle und ich hatte schon gehofft, dass wir endlich eine bekämen. Statt dessen kam eine Bank und ein Fitnesscenter rein. Meine Herrn! Und da ich nur noch ganz selten mit dem Auto fahre, komme ich auch kaum noch an Burgerketten vorbei.

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Do-not-call-List

Der kleine Caller-ID-Kasten, der die Telefonnummer des Anrufers anzeigt.
Der kleine Caller-ID-Kasten, der die Telefonnummer des Anrufers anzeigt.

In den USA ist es ja erlaubt, dass Firmen zuhause anrufen, um einem irgendwelchen Quatsch zu verkaufen. Das klingt zwar zunächst ganz lustig, ist aber auf die Dauer nervenaufreibend. Klar, wir haben natürlich daheim die so genannte "Caller-ID" (kostet unverschämte 6 Dollar im Monat), damit die Telefongesellschaft die Nummer des Anrufers durchschleust. Klingelt das Telefon, kann ich auf einem Display ablesen, was die Nummer des Anrufers ist. Und unser Anrufbeantworter spricht die Nummer sogar, während es klingelt, sodass wir gar nicht erst vom Sofa aufstehen müssen, wenn wieder ein Werbefritze anruft.

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Baby Bullet

Ein Geschenk für die Leute, die die mit der ersten "Baby Bullet" gefahren sind
Ein Geschenk für die Leute, die die mit der ersten "Baby Bullet" gefahren sind

Man höre und staune, hier im Silicon Valley wurden die öffentlichen Verkehrsmittel verbessert, und das im Land der Autonarren! Über die uralten Caltrain-Züge habe ich ja schon einmal geschrieben. Ich bin mit ihnen jahrelang jeden Tag etwa eine Stunde lang von San Francisco ins 50km südlich gelegene Mountain View und zurück gefahren. Nun gibt es schon seit einiger Zeit Züge, die nicht mehr an jeder Milchkanne halten, sondern nur noch an drei Stationen. Das verkürzt die Fahrzeit auf 45 Minuten! Das Angebot ist so gut und die Benzinpreise so hoch, dass mittlerweile scharenweise Leute den Zug ins Silicon Valley nehmen. Teilweise fährt der Zug mit neuen leiseren Waggons und er wird "Baby Bullet" genannt, wohl in Anlehnung an die japanischen Bullet-Hochgeschwindigkeits-Züge. Der Vergleich ist natürlich lachhaft, denn der Silicon-Valley-Rumpelzug bringt's nur auf etwa 120 km/h, aber wir sind in einem Entwicklungsland, da kann man nicht meckern.

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Letzte Änderung: 24-Jun-2017