20.08.2007 Deutsch English

Saubere Scheiben

Das feststehende Fenster wird vom Balkon aus geputzt.
Das feststehende Fenster wird vom Balkon aus geputzt.

Angelika Neulich saßen wir mit unseren deutschen Freunden Conny und Roland zusammen, die erst seit letztem Jahr in San Francisco weilen, und kamen auf das Putzen von amerikanischen Fenstern zu sprechen. Nun mag euch das vielleicht etwas absurd vorkommen, aber wir debattierten eine ganze Weile. Denn amerikanische Fenster sind anders gestrickt als deutsche. Sie sind nicht einfach per Hebel nach innen zu öffnen, sondern seitlich aufzuschieben oder, wie aus amerikanischen Fernsehserien bekannt, von unten nach oben. Das macht das Putzen der äußeren Scheiben fast unmöglich. Es sei denn, das Fenster grenzt an eine Feuerleiter oder den Balkon, auf die man sich mit Putzzeug bewaffnet stellen kann.

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Irre Gebühren

Die irren Extra-Gebühren auf der Handyrechnung
Die irren Extra-Gebühren auf der Handyrechnung

Michael Mit der in vielen Bundesstaaten erhobenen Verkaufssteuer ist der Amerikaner ja daran gewöhnt, dass Waren mehr kosten als den auf dem Preisschild gedruckten Betrag. Das gilt auch für Restaurants, wo die Speisen in San Francisco tatsächlich etwa 25% mehr kosten als auf der Speisekarte. Richtig, neben 8.5% Steuern kommen noch 15-20% Trinkgeld drauf. Wenn ihr also nur $40 einstecken habt, dürft ihr nur Gerichte im Wert von höchstens $30 bestellen, sonst langt's hinterher nicht mehr für's Trinkgeld und die Bedienung wird böse.

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San Francisco Ansichten: Valencia Street

Valencia Street im Stadteil Mission
Valencia Street im Stadteil Mission

Angelika Ganz Deutschland scheint im August in San Francisco zu sein, zumindest wenn wir uns auf unsere private Statistik verlassen. Und da wir immer wieder Anfragen bekommen, was in San Francisco sehenswert ist und nicht in jedem Null-Acht-Fünfzehn-Reiseführer steht, stelle ich euch heute einmal die Valencia Street bei uns um die Ecke vor.

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Deutsch-amerikanisches Sozialversicherungsabkommen

Broschüre der deutschen Rentenversicherung für ausgebüchste Deutsche
Broschüre der deutschen Rentenversicherung für ausgebüchste Deutsche

Angelika Neulich flatterte uns der jährliche Versicherungsverlauf der deutschen Rentenversicherung ins Haus. Genauer gesagt, das Ganze ging an unsere deutsche Kontaktadresse, denn angeblich schickt die eben erwähnte Behörde solche Sachen nicht ins Ausland. Da ein gewitzter Beamter bei der deutschen Rentenversicherung aber wissen wollte, warum Michael seit zehn Jahren nichts mehr in die deutsche Rentenkasse eingezahlt hat, schickte uns Michaels Mutter die auszufüllenden Formulare nach San Francisco.

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Gay Pride und das rosa Dreieck

Häuserzeile im Castro-Distrikt mit Regenbogenfahne
Häuserzeile im Castro-Distrikt mit Regenbogenfahne

Angelika Jedes Jahr Ende Juni finden in San Francisco die sogenannten "Gay Pride" Festivitäten statt. Mit Stolz (deshalb der Name "Pride") und farbenfroh feiert sich die Schwulen- und Lesbenbewegung dieser Stadt, und alle feiern fröhlich mit. Die Stadt ist in ein Meer von Regenbogenfahnen (das Symbol der Bewegung) getaucht, und Hotelzimmer sind schwer zu bekommen, weil jeder zur großen Party nach San Francisco reist. Einer der Höhepunkte der Festivitäten ist die Parade am Sonntag, in der geschmückte Wagen, kostümierte Menschen, Aktivisten und Politiker einschließlich des Bürgermeisters von San Francisco durch die Market Street ziehen. Klassiker stellen dabei die "Dykes on Bikes" ("Lesben auf Motorrädern") dar, die traditionell mit ihrem schweren Maschinen, oft oben ohne, die Parade eröffnen. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der "Dyke March", der von lesbischen Frauen für (lesbische) Frauen organisiert wird und mit Bands und Reden im Dolores Park beginnt. Vom Park wird dann ins Castro Viertel marschiert, wo jeder (ungeachtet seiner sexuellen Orientierung) bei der eigentlich nicht ganz offiziellen Party "Pink Saturday" bis spät in die Nacht auf der Castro Street tanzt.

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Japanische 1-Dollar-Läden: Ichiban Kan und Daiso

Japanisches Ma-o-am aus dem "Ichiban Kan"-Laden
Japanisches Ma-o-am aus dem "Ichiban Kan"-Laden

Michael Auf unseren wöchentlichen Touren durch die kulinarischen Etablissements von San Franciscos Japantown haben wir schon vor Jahren den "Ichiban Kan" entdeckt. Das ist so eine Art "Rudis Reste Rampe", in der fast alles nur einen Dollar kostet, aber eben auf japanisch.

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Geldeintreiber

Wüste Drohungen seitens der Inkassoabteilung.
Wüste Drohungen seitens der Inkassoabteilung.

Michael Obwohl in Amerika ein erstaunlich guter Verbraucherschutz existiert, gibt es hin und wieder schwarze Schafe, die über die Stränge schlagen. So bekam ich eines Tages ein Angebot mit der Post, die Zeitschrift "Fortune" für ein Jahr zum absoluten Schlagerpreis von $10 zu abonnieren. Für solche Schnäppchen bin ich immer zu haben und so schickte ich ruckzuck den Schrieb mit einem Scheck über $10 zurück ans Fortune-Magazin. Ein Jahr lang warf ich die Hefte dann jeden Monat weg. Wer hat schon Zeit, so ein Wirtschaftsgesummse zu lesen! Als dann irgendwann Briefe ankamen, die um Erneuerung des Abos bettelten, ignorierte ich sie genau wie die unzähligen anderen Angebote, die bei uns Tag für Tag im Briefkasten liegen.

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Alviso Taco Truck

Der Taco-Truck in Alviso
Der Taco-Truck in Alviso

Michael Im Zusammenhang mit "Coca Mexicana" habe ich im Rundbrief 10/2006 schon mal darüber berichtet, dass unsere Gruppe mittags öfter mal zu einem sogenannten Taco-Truck fährt, um mexikanische Tacos zu vertilgen. Bei dem Truck handelt es sich um einen Bus mit eingebauter Küche, so einer Art mexikanischer Curry-Wurst-Bude. Auf amerikanisch heißt ein solcher Bus auch scherzhaft "Roach-Coach" (Kakerlaken-Bus) und findet sich meist unweit von Baustellen, damit die hungrigen Bauarbeiter mittags ein billiges aber deftiges Essen zu sich nehmen können. Die Tacos (Tortillas genannte Mais-Pfannenkuchen mit Einlage) gibts mit "Asada" (Rindfleisch), "Pastor" (Schwein a la Dönerfleisch), "Carnitas" (Schwein, gekocht mit Fett und Orangenrinden), "Cabeza" (Backe), "Lengua" (Zunge) und sie kosten jeweils etwa $1.50. Sie sind allerdings so klein, dass man schon so vier oder fünf braucht, um satt zu werden.

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Garbage Chute

Ein klassischer Garbage Chute runter zur Mülltonne
Ein klassischer Garbage Chute runter zur Mülltonne

Michael Unter der Rubrik "Erfindungen, die den Nobelpreis verdient hätten, aber nie bekamen" stellen wir heute den sogenannten "Garbage Chute" vor. Wer hat nicht schon mal geflucht, als er mitten in der Nacht noch den stinkenden Müll runtertragen musste? In Amerika muss man hierzu nicht die Treppe runter zur Garage oder zum Hof, sondern öffnet einfach eine Klappe, die eine Röhre freilegt, in der der Abfall nach unten saust.

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Letzte Änderung: 21-Sep-2025