(Angelika) Uniformen zu tragen ist in Japan eine echt große Sache. Heerscharen von Schulkindern springen in Schuluniformen herum. Die Jungs tragen in der Regel dunkle Hosen mit weißem Hemd und eine Anzugjacke, die Michaels Hochzeitsanzug gleicht (Jacke mit Stehkragen, die man ohne Krawatte tragen kann). Teilweise sahen wir aber auch Schüler mit Krawatte.
Mädchen tragen Röcke und oft ein Oberteil, das einem Matrosenhemd ähnelt. An den Füßen befinden sich sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen dann ganz modern Turnschuhe. Bei den Mädchen ist der neuste modische Schuluniformschrei, dicke Winterkniestrümpfe zu tragen, die man lässig aufgerollt am Bein schlabbern lässt. Es gibt wohl immer Mittel und Wege, den Uniformzwang aufzulockern. Japanische Schulkinder führen übrigens auch einen Rucksack mit sich, während dies sonst das 100 % Erkennungsszeichen des nicht-japanischen Touristen ist. Japanische Touristen sieht man meist mit adretten Täschchen. Auch die Empfangsdamen (ich entdeckte keinen Mann), die an der Information in besseren Kaufhäusern sitzen, tragen Uniform und sehen aus wie Stewardessen. Oft gehört bei Frauen ein Hut zum Outfit. Sehr nett das Ganze. Und auch die Uniformen der Straßenarbeiter faszinierten uns, weil sie so anders aussahen.