(Michael) Die Shinto-Religion in Japan arbeitet viel mit Ritualen und Amuletten: Wenn man eine 5-Yen-Münze in einen vorgegebenen Kasten im Tempel wirft und in die Hände klatscht, bringt das Glück in einem erbetenen Bereich. Auch glückbringende bzw. katastrophenabweisende Anhänger kann man kaufen: Abbildung 1 zeigt einen, den man an den Autorückspiegel hängt und der dann in lustigem Englisch "For Against Desaster" wirkt. Auch für zu bestehende Prüfungen oder Kindersegen gibt's natürlich Amulette.
Ein weiterer Gimmik sind die auf spezielle Zettel aufgetragenen Sorgen, die, wenn das Papier ins Wasser geworfen wird, sich völlig auflöst und verschwindet, ebenfalls verschwinden sollen. Meine größte Sorge zur Zeit ist natürlich der niedrige Kurs der AOL-Aktie, und ich habe pflichtschuldig die 200 Yen (1,70 Euro) Gebühr bezahlt, einen Zettel ausgefüllt und im Wasser auflösen lassen. Seither ist die Aktie wenigstens nicht mehr weiter gefallen!
Übrigens, seht ihr die Fahne in Abbildung 4, die eine Kapelle zeigt? Das spiegelverkehrte Hakenkreuz weist nicht etwa auf eine rechtsradikale Partei hin, sondern ist das buddhistische Zeichen für "Tempel".